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Wälzlager finden sich in den unterschiedlichsten Maschinen - in der Industrie, aber auch im Alltag. Unter anspruchsvollen Bedingungen erzielen sie hierbei Leistungen, die früher undenkbar waren und uns heute noch erstaunen.

Außendurchmesser von 2 Millimetern

Fast schon Miniatur-Format haben Wälzlager mit einem Außendurchmesser von 2 Millimetern. Der Bohrungsdurchmesser beträgt nur 0,6 Millimeter, die Breite 0,8 Millimeter. Diese winzigen Wälzlager werden zum Beispiel in kleinen Elektromotoren eingebaut.

Das andere Extrem: Wälzlager mit einem Außendurchmesser von 6 Metern und einem Gewicht von mehr als 15 Tonnen. Sie werden beispielsweise bei riesigen Tunnelbohrmaschinen eingesetzt, wie beim Bau des Ärmelkanals.  

400.000 Umdrehungen in einer Minute

Wälzlager halten höchsten Geschwindigkeiten stand, wie sie zum Beispiel bei Dentalbohrern üblich sind. In diesen Bohrern sitzen kleinste Präzisionskugellager, die bis zu 400.000 Umdrehungen pro Minute erreichen können.

Diese Geschwindigkeiten, zusammen mit einer Präzision, die auf den Punkt gebracht wird, verhindert fast vollständig Vibrationen im Dentalbohrer. Nicht nur technisch faszinierend, sondern auch eine Erleichterung für Patienten, die sich auf eine sichere Zahnbehandlung verlassen können.

Geschwindigkeit von 580 km/h

Diese speziellen Wälzlager werden in der Hauptantriebswelle von Motoren in Passagierflugzeugen eingesetzt. Die Drehelemente rotieren bei einer Geschwindigkeit von 160 Metern pro Sekunde, das entspricht einer Geschwindigkeit von 580 km/h. Auch Wälzlager tragen so zu einem sicheren Flug bei.

Vibrationen von weniger als 100 Nanometern

Die Präzision einer Maschine wird von der Genauigkeit seiner Wälzlager bestimmt. Ein Wälzlager unterstützt jedes Ende einer Rotationsachse. Selbst bei einem großen Gewindeauslauf vom Achszentrum und hohen Geschwindigkeiten arbeitet die Maschine exakt. So werden zum Beispiel bei Computerlaufwerken Hochpräzisionslager mit Minimal-Vibrationen von weniger als 100 Nanometern* eingesetzt.
(*1 Nm entspricht einem Milliardstel Meter) 

Seit 15 Jahren im All

Auch in der Raumfahrt spielen Wälzlager eine nicht unwesentliche Rolle. Informationen wie zum Beispiel Wetter- oder GPS-Daten werden über Satelliten auf die Erde gefunkt. Diese Satelliten haben als Anlagenteil ein Schwungrad, das den Satelliten in der richtigen Position hält und ihn entsprechend ausrichtet. In diesem Schwungrad sind Hochgenauigkeitslager seit mehr als 15 Jahren in Betrieb. 

Von -253 Grad bis +500 Grad

Wälzlager arbeiten auch bei klirrender Kälte zuverlässig, zum Beispiel in Treibstoffpumpen bei  Weltraumraketen. Hier haben sie die Aufgabe, bei Temperaturen von minus 253 C° in flüssigem Sauerstoff zu drehen.

Aber auch bei extrem hohen Temperaturen drehen sich Hochleistungswälzlager in Computertomographen bei Temperaturen von +300 bis 500 C° und in Vakuumröhren mit Röntgenstrahlen. Damit tragen sie zu einem modernen Gesundheitscheck bei. 

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